Bratislava
Willkommen im Herzen Europas bei der Krönungsstadt Bratislava (Pressburg), Hauptstadt der Slowakei. Entdecken Sie diese faszinierende Stadt an der Donau und gleichzeitig größte des Landes.
Bratislava (zu deutsch: "Pressburg") ist die Hauptstadt der Slowakei (nicht zu verwechseln mit Slowenien, dass früher Bestandteil des ehemaligen Jugoslawiens war) und gleichzeitig die einzigste Hauptstadt der Welt, die unmittelbar an zwei Staaten (Österreich und Ungarn) grenzt. Die Slowakei in seiner heutigen Form ist noch nicht besonders alt. Die Slowakei ging am 1. Januar 1993 aus der Teilung der Tschechoslowakei als souveräner Staat hervor. Im Jahre 2004 wurde die Slowakei Mitglied der NATO sowie der Europäischen Union zur Folge dessen die Grenzkontrollen im Jahre 2007 weggefallen sind. Mit der Einführung am 1. Januar 2009 ist der EURO das offizielle Zahlungsmittel der Slowakei. Der geografische Mittelpunkt Europas liegt direkt im Territorium der Slowakischen Republik.
Obwohl der Staat Slowakei noch so jung ist, kann das Land, insbesondere die Hauptstadt Bratislava auf eine lange Geschichte zurückblicken. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Bratislava auch einfach als hrad (hrad = Burg) bezeichnet. Sie steht auf einem Felsen 85 Meter über der Donau. Dieser Burghügel war schon zur Kupfersteinzeit besiedelt. Die ersten Aufzeichnungen über die Burg stammen aus dem Jahre 805, wo sie erstmals erwähnt wurde. Seit dieser Zeit wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut bis zum Mai 1811 wo ein Feuer die gesamte Anlage in Schutt und Asche legte und erst 150 Jahre später wieder aufgebaut und renoviert wurde zum heutigen Repräsentations- und Museumsgebäude.
Ein weiteres Bauwerk dieser Art ist die Burg Devin (auch Burg Theben genannt), sie wurde erstmalig im Jahre 864 namentlich erwähnt. Der Name stammt von dem gleichnamigen Ort Devin ab, über die Bedeutung des Namens gibt es bisher keine gesicherten Fakten.Man vermutet die Ableitung vom lateinischen "Dowina" oder auch dem slowakischen Wort "deva", was beides übersetzt "Magd" heisst und somit die Devin Burg eine ähnliche Bedeutung haben könnte wie "Magdeburg".
Die Festung wurde im Jahre 1809 von den Truppen Napoleons gesprengt und ist seither nur noch eine Burgruine, die jedoch seit 1961 ein slowakisches Nationaldenkmal darstellt. Napoleons Truppen haben noch weitere Spuren in Bratislava hinterlassen, z.B. schreibt man ihnen die Kanonenkugel zu, die sich auch heute noch im Innenhof des vor 1370 erbauten Rathauses in der Bratislavaer Altstadt befindet.
Ein ebenfalls beliebtes Besichtigungsziel stellt das Michaelertor dar, auch bekannt unter der Bezeichnung Michaelertorturm. Dies ist das einzige erhaltene Tor der ursprünglichen Stadtbefestigung Bratislavas, die noch aus dem Mittelalter stammt und somit eines der ältesten Gebäude der Stadt (die erste Erwähnung reicht bis ins Jahr 1411 zurück).
Seinen Namen hat dieses Tor von der damaligen Michaelskirche, die vor den Stadttoren lag, jedoch heute nicht mehr existiert.
Eines der bekanntesten und gleichzeitig größtes Kirchengebäude der Stadt, ist am Fuße des Burghügels zu finden. Es handelt sich hierbei um die Kathedrale des Heiligen Martin auch kurz als Martinsdom bezeichnet. Der Baubeginn der im gotischen Stil errichteten Hallenkirche war im späten 13. Jahrhundert, die Kirchweihe fand 1452 statt.
Den Namen hat die Kathedrale zu ehren des Heiligen Martin von Tours, dessen Beisetzung im Jahre 397 auch bei uns jedes Jahr am 11. November mit dem Martinstag und der traditionellen "Martinsgans" bedacht wird.
Seit dem Jahre 1563 war der Martinsdom die Krönungskirche des Königreichs Ungarn, hier wurden bis zum Jahre 1830 elf Könige und acht Königinnen gekrönt, daher hat die Stadt Bratislava auch den Beinamen "Krönungsstadt".Ebenfalls aus dem späten 13. Jahrhundert stammt die Franziskanerkirche, die in Bratislava die älteste, erhaltene Kirche repräsentiert.
Sie wurde als eine Erweiterung zum 1278 erbauten Kloster der Franziskaner konzipiert und während der Krönungszeit dazu verwendet, dass die neuen Monarchen ausgewählte Personen in dieser Kirche zu Rittern schlugen.
Das seit September 1996 offiziell als Sitz des slowakischen Präsidenten dienende Palais Grassalkovich, auch bekannt als Präsidentenpalais, wurde im Jahre 1760 für den Grafen Antal Grassalkovich I. erbaut. Dieses eindrucksvolle Prachtbauwerk wurde in Anlehnung an das Schloss Grassalkovich in Gödöllö konzipiert, auch bekannt als das "Sissi-Schloss in Ungarn", dass als direktes Vorbild diente.
Nach seiner Fertigstellung war das Präsidentenpalais der Mittelpunkt der Barockmusik in Bratislava (Pressburg), in dem u.a. auch einige Uraufführungen der Werke von Joseph Hayden stattfanden.
21 Jahre nach dem Bau des Präsidentpalais, im Jahre 1781, wurde das Primatialpalais fertiggestellt. Dieses Palais wurde als Residenz für Kardinal Jozsef Batthyany gebaut und dient heute dem Bürgermeister der Stadt Bratislava als offizieller Sitz. Im Jahre 1805 wurde im Spiegelsaal des Primatialpalais der vierte Pressburger Frieden besiegelt und unterzeichnet, wodurch Österreich u.a. Tirol und Dalmatien verlor.
Der Vertrag wurde einen Tag später von Napoleon persönlich auf Schloss Schönbrunn ratifiziert.
Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit Bratislavas ist das Slowakische Nationaltheater.Es wurde im Jahre 1886 als Stadttheater erbaut und stellt das älteste und professionellste Theater der Slowakei dar.
Seit 2007 gibt es ein weiteres, modernes Slowakisches Nationaltheater am Rand des Stadtzentrums, in der Nähe des Donauufers, das namentlich identisch mit dem alten Theater ist. Das Nationaltheater vereint die drei wichtigsten Bühnenkünste: Ballett, Schauspiel und Oper.
Die Krönungsstadt Bratislava hat schon einige eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, die Sie während Ihrer Stadtrundfahrt oder Besichtigungstour entdecken können. Lassen Sie sich von dem Charm "vergangener Tage" verzaubern und fühlen Sie sich in der Zeit zurückversetzt.
Wenn Sie die Stadt ausgiebig erkundet haben sollten Sie auch einen Ausflug zu den "kleinen Karpaten" in Erwägung ziehen, denn geografisch beginnen die bekannten Karpaten direkt in Bratislava im Stadtteil Devin, wo Sie auch die Burgruinen Devin bestaunen können. Mit seiner wunderschönen Landschaft, sind die Karpaten immer wieder ein beliebtes Wandergebiet.
Hinweis:
Seit Februar 2009 ist es in der Slowakei strikt verboten mit einem Handy oder MP3-Player (z.B. iPod, etc.) die Straße zu überqueren und diese dabei zu benutzen. Die Strafe kann hierfür bei bis zu 135 Euro liegen. Denken Sie bitte daran, bei Ihrer Besichtigungstour oder Stadtrundfahrt das Handy oder Ihren Musikplayer vor der Überquerung einer Straße wegzustecken.













